migmag-Filmtipps Migration, Immigration, Migranten 2 - Migration Integration und Migranten migmag Kulturmagazin

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

migmag-Filmtipps Migration, Immigration, Migranten 2

 

Filmtipps der migmag-Redaktion
Migration und Integration in Deutschland, Migranten und Migrationshintergrund

 
 
 
 
 

zurück Seite > | 1 | ... |

 

Filmtipp: L´enfant d´en haute

 

L´enfant d´en haute (CH / FR 2011)
von Ursula Meyer

Jeden Tag fährt der 12-jährige Simon (Kacey Mottet Klein) mit der Seilbahn in die Berge, dorthin, wo sich in der Wintersaison die Touristen tummeln. In der Garderobe des Skihotels durchsucht er die Rucksäcke nach Essbarem, aber vor allem hat er es auf Skier abgesehen, die er stiehlt, um sie zu Geld zu machen. Louise (Léa Seydoux), die junge Frau in der Wohnung im Tal bei der er lebt, hat keine Ahnung davon, was Simon den ganzen Tag treibt. Das eigenartige Verhältnis der beiden schwankt zwischen Zärtlichkeit und unvermittelten Spannungen.

„So sehr ist der Originaltitel Teil der Topografie und Paradoxie der Handlung, dass der englische Verleihtitel nicht gelten kann. Die französische Regisseurin entdeckt eine Parallelwelt dort, wo es dem äußeren Anschein nach keine Parallele zur Elite zu geben scheint. Die elliptischen Fahrten der Seilbahn spiegeln zugleich das wirtschaftliche Gefälle der Schweizer Gesellschaft und die Höhen und Tiefen in Louise und Simons Verhältnis. Während ihr Umfeld in Form der an- und abreisenden Urlauber im Fluss ist, treten sie auf der Stelle.“ Von Lida Bach, die ZEIT

Auf der Berlinale 2012 erhielt L'enfant d'en haut (Sister) 
von Ursula Meier den SONDERPREIS - SILBERNER BÄR


> Der Trailer zum Film


 

Filmtipp: Just the wind

 

Just the wind (Csak a szél)
von Bence Fliegauf (Ungarn/Deutschland/Frankreich 2012)

Ungarn ist ein Land, in dem Sinti und Roma und längst auch wieder Juden nicht sicher sind. In dem Nationalismus und Antisemitismus in Politik und Medien wieder hoffähig sind. Ausgehend von einer realen Mordserie, der in Ungarn in gut einem Jahr acht Menschen zum Opfer fielen, schildert Bence Fliegauf, wie die Pogromstimmung, aus der Gewalt gegen Minderheiten entsteht. "Der Zuschauer erlebt den Alltag einer Roma-Familie bis zu ihrer Ermordung. Das sich ankündigende tragische Ende liegt beklemmend über der Sommeridylle", sagte Schauspielerin Birgit Minichmayr bei der Verleihung des Preises in Berlin. „Die außergewöhnliche Nähe, die die nervöse Kameraführung schafft, bringt uns der Angst der Protagonisten verstörend nahe.“

Just the wind erhielt auf der Berlinale 2012 den Großen Preis der Jury – Silbernen Bären sowie den Amnesty International-Filmpreis der Berlinale 2012. Aus der Begründung: „Der Film Just the Wind weist kunstvoll auf die erschreckende Situation der Roma in Ungarn hin", begründete die Amnesty-Jury (Schauspielerin Birgit Minichmayr, Regisseur Ayat Najafi und Markus Beeko von Amnesty International) die Entscheidung."Bence Fliegauf erinnert uns auf eindringliche Weise daran, was es für Menschen bedeutet, zwischen alltäglicher Diskriminierung und rassistischem Terror zu leben."

> Trailer zum Film

 

Filmtipp: REBELLE


 

REBELLE
Das Schicksal einer Kindersoldatin
; Regie: Kim Nguyen

In dieser franko-kanadischen Produktion wird das Schicksal einer Kindersoldatin in Afrika erzählt. Obwohl es nicht gesagt wird, gibt es starke Bezüge zu den Zuständen im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Zehntausende Kinder sind dort in den Jahren der Kongokriege und -konflikte verschleppt und zu Kindersoldaten ausgebildet worden, größter körperlicher und seelischer Grausamkeit ausgeliefert. Etwa vierzig Prozent von ihnen sind Mädchen. In einem Interview sagte der ehemalige UN-Nothilfekoordinator und Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten, John Holmes, es habe auch in anderen Konflikten Vergewaltigungen als Taktik der Kriegsführung gegeben, aber die Situation in der Demokratischen Republik Kongo sei anders: "Die Größenordnung und die Brutalität übersteigen das menschliche Vorstellungsvermögen.",  von Wenke Husmann, DIE ZEIT

Die Hauptdarstellerin Rachel Mwanza erhielt für ihre Darstellung in Rebelle den Silbernen Bären der Berlinale 2012 als bester Darstellerin.


> Trailer zum Film

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

zurück Seite > | 1 | ... |

 
 
 
 
 

_____________________

Kommentar abgeben
_________________________

 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü