Hauptmenü
Filmtipps der migmag-
Filme sind Teil einer audiovisuellen Kultur, die von allen angeschaut werden können. Der Direktor des Moskauer Museikinos, Naum Kleimann, nennt dies "mit dem Film die Zeit berühren...". Bewegte Bilder bringen Empfindungen der Menschen zum Ausdruck, zeigen Vergangenheit und offenbaren Gegenwart und Zukunft -
Filmtipp: Transnationalmannschaft
Transnationalmannschaft
Projektorfilm -
Einmal Vaterland und einmal Geborenland.
Mücahit
Das Mannheimer Stadtviertel Jungbusch mit einem Migrantenanteil von über 60% zur Zeit der Fußball-
TRANSNATIONALMANNSCHAFT
In seinem Erstlingswerk TRANSNATIONALMANNSCHAFT greift der Ethnologe Philipp Kohl eine Thematik auf, die Deutschland in den letzten Jahren immer heftiger bewegt. 2006 geriet die Berliner Rütli-
94 Min., Deutschland 2010, Regie Philipp Kohl, Drehbuch Philipp Kohl, Kamera Peter Kozana, Schnitt Ute Schick, Ton Alexander Theodossiadis Musik Philipp Kohl
Der Trailer zum Film
http://transnationalmannschaft.de/
Filmtipp: Mein Herz sieht die Welt schwarz
Mein Herz sieht die Welt schwarz
Dokumentation -
Die Regisseurin Helga Reidemeister hat vor zwei Jahren in Kabul die schwierige Liebe zwischen Hossein und Shaima dokumentiert. Seitdem unterstützt die Filmemacherin das Paar.
Hossein und Shaima kennen sich seit ihrer Kindheit. Aus Armut wurde er Talib, nun ist er, von Granatsplittern verwundet, querschnittgelähmt. Sie wurde vom Vater an einen vierzig Jahre älteren Mann vergeben. Weil der die Hälfte des Brautgeldes schuldig blieb, holte ihr Vater sie zurück. Ehebruch ist in Afghanistan eine Straftat, Shaima besucht Hossein trotzdem. Über die rationalen Argumente ihrer Eltern stellen die beiden die Liebe.
Die Filmemacherin Helga Reidemeister sagt, in ihrer Dokumentation Mein Herz sieht die Welt schwarz, die die Liebenden porträtiert, gehe es nicht um Sensationen. Sie möchte Lebenswelten dokumentieren. Dabei ist genau das die Sensation: In einem Land, das wir nur mit heruntergelassenem Visier sehen, findet der Film Bilder großer Nähe. Nach dem Dreh gab Reidemeister ihre Preisgelder für Shaimas und Hosseins Liebe. Eineinhalb Jahre dauerte es, bis die Richter Shaimas Scheidungsurkunde unterschrieben. Ihr Vater sagte, dass er sie nicht erneut gegen ihren Willen verheiraten werde, und bekam einen gebrauchten Transporter. Die Gelder vom Asiatica Festival in Rom sind nun auf dem Weg zu Hosseins Mutter.
Ein Happy End ist nicht in Sicht. Shaimas jüngere Schwester wurde von ihrem Vater nach Pakistan verkauft. Aus Trauer darüber verließ die Mutter die Familie. Shaima und Hossein können sich nur heimlich treffen, sie hat Hausverbot bei seiner Familie. Reidemeister wird für ein neues Filmprojekt nach Kabul reisen. Wenn der Flieger geht, sind im Gepäck Gastgeschenke für die Liebenden dabei.
Catharina Koller, 2.5. 2011 in DIE ZEIT
Deutschland 2009; Regie: Helga Reidemeister; Darsteller: Shaima, Hossein, Jamila, Shamal Bibi, Roheila, Sabernessa, Naquib, Hamid, Agaphan; FSK: ohne Altersbeschränkung; Fassung: O.m.d.U.; Länge: 87 Minuten
Filmtipp: Un homme qui crie
Un homme qui crie
Drama -
Der 55-
Währenddessen tobt im Land ein Bürgerkrieg. Die Behörden verordnen, dass die Bevölkerung finanzielle Unterstützung für Freiwillige leisten muss, die die Rebellen bekämpfen. Der lokale Quartierchef (Emil Abossolo M'Bo) drängt Adam, seinen Beitrag zu leisten. Doch Adam hat keinen Penny. Das einzige, was er hat, ist sein Sohn. So trifft er eine folgenschwere Entscheidung...
"Für Un homme qui crie wurde Mahamat-
Der Trailer zum Film (frz.)
Filmtipp: Barzakh
Barzakh
Regisseur Mantas Kvedaravicius
Der finnisch-
Trailer
Filmtipp: Kick in Iran
Kick in Iran
Genre: Dokumentarfilm, 2009 Regie: Fatima Abdollahyan, website: www.kickiniran.com
Sara Khoshjamal hat geschafft, was bisher noch keiner anderen Frau vor ihr gelungen ist: Die 20-
Der Film wurde von brave new work in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk und dem Westdeutschen Rundfunk produziert. Gefördert hat der FilmFernsehFonds Bayern und die Filmförderung Hamburg Schleswig-
Der Dokumentarfilm "Kick in Iran" von HFF-
Filmtipp: In einer besseren Welt
In einer besseren Welt
Anton lebt den Spagat zwischen zwei Welten: Mehrere Monate im Jahr rettet er als idealistischer Arzt Menschenleben in Afrika. Zuhause, in der Idylle der dänischen Provinz, muss er sich als Vater und Ehemann den Herausforderungen des Familienalltags stellen. Als die innige Freundschaft seines Sohns zu seinem Schulkameraden eine lebensgefährliche Wendung nimmt, steht Anton vor der Frage: Wie stark ist sein Glaube an die Gerechtigkeit?
"Mit erstklassigen Schauspielern und in atemberaubend klaren, sinnlichen Bildern untersucht Bier die komplexen Mechanismen der Gewalt, zeigt die persönliche Fragilität, aber auch die Monstrosität der Täter und entwickelt in der dynamisch erzählten Geschichte eine dramatische Wucht und analytische Schärfe, die man höchst selten in einem Film erlebt. So kann, so soll Kino sein: intelligent, spannend, und aufrichtig interessiert am Zustand der Welt. Meisterhaft."
Martin Schwickert, tagesspiegel
Ausgezeichnet im Jahr 2011 mit dem Oscar für den besten ausländischen Film.
DK/S 2010, 117 Min., Regie: Susanne Bier, D: Mikael Persbrandt, Trine Dyrholm, Ulrich Thomsen
mehr dazu ...
Filmtipp: THE GREEN WAVE
Ali Samadi Ahadi: The Green Wave
Im Juli 2009 gehen Tausende Menschen in Teheran auf die Straße. In ihren Händen halten sie grüne Tücher und Fahnen -
Die Farbe Grün
Ahadi konnte natürlich nicht in den Iran einreisen und behalf sich aus der Ferne mit den Mitteln der modernen Kommunikationsmedien. Er sammelte Blogs, Twittereinträge und Handybilder, die während der Unruhen ins Ausland drangen, und fertigt aus ihnen ein puzzlehaftes Fanal gegen die Unterdrückung der Menschenrechte im Iran. Im Zentrum stehen Erfahrungsberichte von Opfern der staatlichen Repression, die Ahadi in einem reduzierten Motion-
Mehr lesen: 3sat 21.01.2011 / Sönje Storm (Kulturzeit) / tm/se
Filmtipp: Der Kreis
Jafar Panahi: Der Kreis
Acht exemplarische Geschichten, die vom alltäglichen Schicksal der entrechteten Frauen im Iran Zeugnis geben. Am Anfang steht die Geburt eines Kindes. Kein erfreuliches Ereignis für die Familie, denn statt des erhofften Stammhalters hat die Mutter ein Mädchen auf die Welt gebracht.
In seinem Film präsentiert Jafar Panahi formal überzeugend mit halb dokumentarischer Kamera mehrere dramaturgisch geschickt verwobene Geschichten, die ein umfassendes Bild der entrechteten Frau im Iran ergeben. "Der Kreis", an der iranischen Zensur vorbei geschmuggelt, ist der erste iranische Film in dem Prostitution thematisiert wird -
Nachdem Panahis Spielfilmdebüt "Der weiße Ballon" (Badkonake Sefid, 1995) mit der Camera d'Or des Filmfestivals von Cannes ausgezeichnet wurde, erhielt sein zweiter Film "Der Spiegel" (Ayeneh, 1997) den Goldenen Leoparden des Filmfestivals von Locarno. Sein drittes Projekt, "Der Kreis", brachte dem iranischen Regisseur allein im Rahmen der Filmfestspiele von Venedig 2000 fünf Preise ein, unter anderem den Goldenen Löwen und den Fipresci-
Im Dezember 2010 wurde Panahi zu sechs Jahren Haft und 20 Jahren Berufsverbot wegen angeblicher "Propaganda" verurteilt.
Der Kreis (Iran, Italien, Schweiz, 2000, 85mn)
Regie: Jafar Panahi
Kamera: Bahram Badakshani
Schnitt: Jafar Panahi
Autor: Kambuzia Partovi
Produktion: Jafar Panahi Film Productions, Lumière & Company, Mikado Film S.r.l., Mikado Lumiere & Co
Filmtipp: ALMANYA -
Yasemin Samdereli: ALMANYA -
Eines schönen Abends überrumpelt Hüseyin bei einem großen Familientreffen seine Lieben mit der Nachricht, er habe in der Türkei ein Haus gekauft und wolle nun mit ihnen zusammen in ihre alte Heimat fahren. Da stellt sich allerdings für den einen oder anderen die Frage, wo eigentlich seine Heimat ist. Geschrieben und verfilmt wurde die Geschichte mit autobiographischen Anklängen von den Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli, die beide schon sehr erfolgreich in der deutschen Filmlandschaft unterwegs sind. Ihr Kinodebüt "Almanya" ist das ausgelassene Gegenmittel zur verbittert geführten Sarrazin-
Mit: Aylin Tezel, Kaan Aydogdu, Arnd Schimkat
Regie: Yasemin Samdereli
Drehbuch: Nesrin Samdereli, Yasemin Samdereli
Kamera: Chau The Ngo
Verleih: Concorde Länge, 97 Min.
Filmtipp: PERSEPOLIS
Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud -
Ein abenteuerliches Leben
Endlich mal wieder Schwarz-
Dabei hätte die Regisseurin und Comic-
Vielleicht ist das die größte Leistung dieses sehenswerten Films: Dass er Vertreibung, Unterdrückung und Unrecht auf eine Weise thematisiert, die der eindimensionalen Haltung der Moralapostel das Entscheidende voraushat, nämlich das Leben in seiner ganzen widersprüchlichen Fülle. Und dass er die Buntheit der Welt auf wundersame Weise gerade in seiner Schwarz-
Persepolis, Produktionsjahr: 2007, Länge: 95 Min.
Filmtipp: WALTZ WITH BASHIR
WALTZ WITH BASHIR
Eines Nachts in einer Bar erzählt ein alter Freund dem Regisseur Ari von einem immer wiederkehrenden Alptraum, in dem er von 26 dämonischen Hunden gejagt wird. Jede Nacht, immer genau 26 Bestien. Die beiden Männer kommen zu dem Schluss, dass ein Zusammenhang zu ihrem Einsatz im ersten Libanon Krieg bestehen muss. Ari ist überrascht, denn er hat jegliche Erinnerung an diese Zeit verloren. Verstört macht er sich auf, Freunde und Kameraden von damals zu besuchen und zu befragen. Er muss die Wahrheit über jene Zeit und über sich selbst herausfinden. Je tiefer Ari in seine Vergangenheit eindringt, desto klarer werden seine Gedanken und die verdrängten Erlebnisse erscheinen in surrealen Bildern...
Basierend auf realen Interviews und Ereignissen, ist WALTZ WITH BASHIR der erste animierte Dokumentarfilm in Spielfilmlänge. Regisseur, Autor und Produzent Ari Folman hat die Reise in seine Vergangenheit -
Regisseur ARI FOLMA, 2008, auch auf DVD
Filmtipp: BAL
Vom Verlust der Kindheit
"Bal" -
In einer Rezension des "Tübinger Tagblatts" heißt es viel versprechend, "Bal" (Honig) sei eine "ebenso poetische wie wunderbar geerdete Filmerzählung vom Verlust der Kindheit". Sie spielt in der Provinz Rize im Nordosten der Türkei und huldigt deren gewaltiger Natur.
Der türkische Regisseur Semih Kaplanoglu überlässt den Zuschauer, beinahe dokumentarisch, den Geräuschen und Bewegungen eines urwüchsigen Waldes. Yakup, der Imker, wirkt sehr klein, als er seinen Maulesel zwischen den Baumriesen hindurchführt und seinem sechsjährigen Sohn Yusuf erzählt, dass die schwanzlose Bärin ein Junges bekommen hat. Für den Jungen ist der Vater der einzige Mensch, dem er wirklich vertraut. Jeden Morgen liest dieser ihm den Tagesspruch aus dem Kalender vor, bestimmt für beide den Anfang des neuen Tages. Die genau komponierten, ruhigen Einstellungen laden dazu ein, sich wie der Junge in die Dinge zu versenken, die ihn umgeben: das großzügige alte Holzhaus mit der spektakulären Aussicht, dessen Scheune und Werkstatt, wo Yusuf die Gerätschaften des Vaters wie Stilleben betrachtet, die Maulesel und Hühner.
Eine gewisse Fremdheit umgibt Yusuf im Schulzimmer, wo der scheue Junge auf einmal beim Vorlesen stottert und sich auch sonst schwer tut, Anerkennung zu bekommen, die er sich eigentlich wünscht.
Für Yakup gewähren die dicht bewaldeten Berghänge der türkischen Schwarzmeerregion nur einen kargen Lebensunterhalt als Bienenzüchter. Es ist gefährlich in den hohen Baumkronen Bienenstöcke anzubringen. So hält der Film von der Eingangssequenz an eine prekäre Spannung, weil man nicht weiß, ob das Seil, mit dem sich der Vater sichern will, ihn auch halten wird. Als die Bienen die Gegend verlassen, ist Yakup gezwungen, in entlegeneren Gebirgsregionen nach Honig zu suchen. Nachdem sein Vater mit dem Esel aufgebrochen ist, stellt Yusuf das Sprechen gänzlich ein. Seine Verschlossenheit lässt seine Mutter, Zehra, die auf den Teefeldern arbeitet, ratlos zurück. Als Yakup nach mehreren Tagen nicht zurückkommt, machen Mutter und Sohn sich auf die Suche nach dem verschwundenen Vater...
BAL, ein Film von Semih Kaplanoglu, mit Bora Altas, Erdal Besikcioglu, Tülin Özen, Alev Ucarer und Ayse Altay. Eine ARTE Koproduktion.
Filmtipp: SOUL KITCHEN
Heimat in einer unberechenbaren Welt
SOUL KITCHEN ist ein Heimatfilm der neuen Art: Die Welt ist nicht mehr so heil und das Dorf ist ein Restaurant, der Regisseur heißt Fatih Akin und vor der Kamera versammelt er ein ,Best Of' aus seinen früheren Filmen -
SOUL KITCHEN
Filmtipp: AM ENDE DES MEERES
Die Zärtlichkeit zweier Außenseiter
AM ENDE DES MEERES. Triest, Hauptstadt des Nirgendwo: Hier lebt und arbeitet Tudor. Zwischen den Mündungen unterschiedlicher Kulturen, Sprachen und Welten verdient er seinen armseligen Lebensunterhalt mit Zigarettenschmuggel auf dem Meer. Bei einer Warenübergabe zwischen den "Fischerbooten" entdeckt er in einer äußerst widerwillig angenommenen Kiste eine misshandelte und betäubte junge Frau -
AM ENDE DES MEERES
Filmtipp: KEIN ORT
Vier Familien auf Asylsuche
KEIN ORT. Sie wurden gefoltert, überlebten eine Exekution oder wurden von Schleppern betrogen: vier Flüchtlingsfamilien des in Europa verdrängten Tschetschenien-
Der tschetschenische Journalist Ali wartet mit seiner Familie in Polen auf eine Entscheidung über seinen Asylantrag. Er ist in seiner Heimat gefoltert worden und kann nicht zurück. Tamara und Ali haben es bis Wien geschafft, doch nun sind sie von einer Abschiebung bedroht. Sie befürchten, dass ihre behinderte Tochter eine Ausweisung oder gar die Rückführung nicht verkraften würde. Wacha, ein ehemaliger tschetschenischer Untergrundoffizier, der eine Exekution knapp überlebte, ist ebenfalls in Wien und inzwischen mit einer Österreicherin verheiratet. Er kämpft um seinen Sohn, der aus der russischen Armee desertiert und in Litauen aufgegriffen worden ist, wo ihm ebenfalls die Abschiebung droht. Urslan schließlich ist auf der Flucht von Schleppern betrogen worden und lebt illegal mit seiner Familie in der Ukraine, wo ihm der Aufenthalt verwehrt wird. Nun sucht er einen Weg, die EU-
KEIN ORT
Startseite migmag und Migration > Übersicht Kultur und Migration > Übersicht Gesellschaft und Migration > Übersicht Aktuelles und Migration > Mediadaten migmag