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Sprache und Migration
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Ein Theaterstück, zwei Schauplätze

Das Theater der Stadt Aalen inszeniert das Stück MOSCHEE.DE in einem unaufgeregten Umfeld
Sie habe sich das Stück durchaus etwas kontroverser gewünscht, sagt Katharina Kreuzhage, Intendantin am Theater der Stadt Aalen. Doch MOSCHEE.DE von Robert Thalheim und Kolja Mensing sei genau das Stück gewesen, das zur aktuellen Situation in der Kleinstadt in Baden-
Doch es gibt freilich trotzdem Unterschiede dabei, wie Kommunen mit dem Entstehen und der Existenz der religiösen Orte umgehen. Dies zeigt ein Beispiel in Berlin. Auf einem brach liegenden Grundstück im Stadtteil Heinersdorf plant die Ahmadiyya-
Doch es gibt freilich trotzdem Unterschiede dabei, wie Kommunen mit dem Entstehen und der Existenz der religiösen Orte umgehen. Dies zeigt ein Beispiel in Berlin. Auf einem brach liegenden Grundstück im Stadtteil Heinersdorf plant die Ahmadiyya-



Thalheim interessieren die Geschichten im Umfeld der Moschee. Was für Menschen verbergen sich hinter den Schlagzeilen und reißerischen Fernsehberichten über den vermeintlichen Kampf der Kulturen? Thalheim und Mensing bringen fünf Figuren, fünf Charaktere, auf die Bühne: Den pakistanischen Imam und den deutschen Konvertiten, eine „Zugezogene" die eine Toleranz-
Ähnliches geschieht in Aalen. Die lokale Verwaltung zeigt sich beeindruckt vom größten Sakralbau der Stadt. Kritik und Diskussionen bleiben leise und zurückhaltend. Ob es an der Größe der Stadt liegt oder vielleicht an den scheinbar weltoffenen Menschen? „Die Stadt“, sagt Regisseurin Kreuzhage, „hat die Angelegenheit sehr gut moderiert.“ Offene Konflikte bleiben aus. Der frühere Aufreger „Moscheebau“ hat sich zu einer selbstverständlichen Sache entwickelt. Im Oktober 2011 feierte das Theater der Stadt Aalen die Premiere des prämierten Stückes MOSCHEE.DE. Was die Zuschauer aus dem Stück mitnehmen können? „Theater ist keine moralische Anstalt“, sagt Katharina Kreuzhage. Es sei schon viel erreicht, wenn die Zuschauer nach der Aufführung das Theater mit Stoff zum Nachdenken verlassen.
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07.02.2012 Maren Becker
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Moschee DE« wurde mit dem Kulturpreis der Ev.-
> Theater der Stadt Aalen
Fotos: ©Marcel Diemer
Schauspieler: Stephan Weigelin, Claudia Sutter, Alexander Wilß, Max Rogland, Hendrik Pape
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Die Chronik
des Moscheebaus der Ahmadiyya-
März 2006: Die muslimische Ahmadiyya-
Bei einer Bürgerversammlung in der Turnhalle kommt es zu „tumultartigen Protesten" der Anwohner.
Moscheegegner gründen im April 2006 die „Interessengemeinschaft Pankow-
Angehörige der linken Szene verüben im Sommer 2006 einen Brandanschlag auf das Haus eines CDU-
Als Gegenbewegung zur IPAHB gründet sich im November 2006 die Toleranz-
Die Baugenehmigung für die Moschee in Pankow-
Die Grundsteinlegung der Khadija-
Im April 2007 wird auf dem Gelände der Moschee-
Weitere Demonstrationen der Moscheegegner in Pankow folgen im Juni 2007.
Im Juli 2008 beschmieren Unbekannte die Kuppel der Moschee mit rechtsradikalen Parolen und Symbolen.
Eröffnet wird die Moschee feierlich im Beisein von Berliner Politprominenz im Oktober 2008. Vor dem Moscheegelände demonstrieren rechtsradikale Jugendliche und Heinersdorfer Bürger.
Anwen Roberts / taz vom 1. März 2011
Am 27. Februar 2010 wird MOSCHEE.DE von Robert Thalheim und Kolja Mensing am Schauspiel Hannover uraufgeführt
Am 15. Oktober 2011 feiert das Theater der Stadt Aalen die Premiere von MOSCHEE.DE
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